Rheinland

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Im Städtedreieck Köln, Aachen und Mönchengladbach lagert auf einer Fläche von etwa 2.500 km2 das größte geschlossene Braunkohlenvorkommen Europas. In den genehmigten Tagebauen Garzweiler, Hambach und Inden könnten noch knapp 2,9 Milliarden Tonnen gefördert werden.

Mit einer Jahresförderung von etwa 90,45 Millionen Tonnen (2016) ist das Rheinland das bedeutendste Braunkohlenfördergebiet in Deutschland. 90 Prozent der in Tiefen bis zu 450 m lagernden Braunkohle werden in den vier RWE-Braunkohlenkraftwerken Frimmersdorf, Neurath, Niederaußem und Weisweiler verstromt. Sie verfügen über eine Kraftwerksleistung von insgesamt 10.693 MW und stoßen pro Jahr etwa 79 Millionen Tonnen CO2  aus. Insgesamt ist das Rheinische Revier für CO2-Emissionen in Höhe von 82,14 Millionen Tonnen/Jahr verantwortlich. Am Oktober 2017 soll fünf Kraftwerksblöcke mit einer Leistung von 1.500 MV in die so genannte Sicherheitsbereitschaft überführt und nach vier Jahren abgeschaltet werden.

Bis Ende 2014 wurden für den Braunkohlenbergbau im Rheinland 32.200 Hektar Fläche devastiert. Die aktuelle Betriebsfläche liegt bei 9.450 ha. Bislang haben durch den Braunkohlentagebau im Rheinland mehr als 40.000 Menschen ihre Heimat durch Umsiedlungen verloren.  Mehr als 100 Gehöfte, Weiler und Dörfer gingen verloren. Aktuell wird die Umsiedlung von weiteren 1.600 Menschen in fünf Ortschaften für den Tagebau Garzweiler II vorbereitet. Nur Holzweiler mit seinen 1.300 Einwohner*innen bleibt dieses Schicksal erspart. Im März 2014 hat die NRW-Landesregierung beschlossen, den Tagebau Garzweiler II zu verkleinern. Mit der neuen „Leitentscheidung“ von 2016 wurde dies offiziell.

Ende März 2017 waren im Rheinischen Braunkohlenrevier einschließlich der Kraftwerksmitarbeiter*innen noch 8.886 Menschen beschäftigt.

Mehr Infos: www.bund-nrw.de/braunkohle

Aktuelle Aktionen und Termine:

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