Rheinland

Das Rheinische Braunkohlenrevier, Stand: September 2018 [Quelle: Thomas Römer/OpenStreetMap, CC BY-SA 2.0 ]

 

Im Städtedreieck Köln, Aachen und Mönchengladbach lagert auf einer Fläche von etwa 2.500 km2 das größte geschlossene Braunkohlenvorkommen Europas. In den genehmigten Tagebauen Garzweiler, Hambach und Inden könnten noch knapp 2,6 Milliarden Tonnen gefördert werden.

Mit einer Jahresförderung von etwa 64,8 Millionen Tonnen (2019) ist das Rheinland das bedeutendste Braunkohlenfördergebiet in Deutschland. 90 Prozent der in Tiefen bis zu 450 m lagernden Braunkohle werden in den drei RWE-Braunkohlenkraftwerken Neurath, Niederaußem und Weisweiler verstromt. Sie stießen noch 2018 etwa 75 Millionen Tonnen CO2  aus.

Bis Ende 2017 wurden für den Braunkohlenbergbau im Rheinland etwa 33.000 Hektar Fläche devastiert. Die aktuelle Betriebsfläche liegt bei 9.725 ha. Bislang haben durch den Braunkohlentagebau im Rheinland mehr als 40.000 Menschen ihre Heimat durch Umsiedlungen verloren. Mehr als 100 Gehöfte, Weiler und Dörfer gingen verloren. Trotz beschlossenen Kohleausstiegs wird aktuell die Umsiedlung von weiteren 1.600 Menschen in fünf Ortschaften für den Tagebau Garzweiler II vorbereitet. Nur Holzweiler mit seinen 1.300 Einwohner*innen bleibt dieses Schicksal erspart. Im März 2014 hat die NRW-Landesregierung beschlossen, den Tagebau Garzweiler II zu verkleinern. Mit der neuen „Leitentscheidung“ von 2016 wurde dies offiziell.

Mit dem vom BUND erwirkten Rodungsstopp im Hambacher Wald, den Empfehlungen der so genannten Kohle-Kommission und dem Kohleausstiegsgesetz ist nun klar, dass der Tagebau Hambach massiv verkleinert wird. 1,1 Milliarden Tonnen Braunkohle bleiben dort in der Erde.

Mehr Infos: www.bund-nrw.de/braunkohle

Aktuelle Aktionen und Termine:

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camp for [future] 2019

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