Lausitz

Abbaukarte Lausitzer Revier (Quelle: BUND Sachsen/Kristin Lehmann)

 

Im Lausitzer Revier, dem zweitgrößten deutschen Braunkohlengebiet zwischen Brandenburg und Sachsen, fördert die Leag rund 52 Mio. t Braunkohle im Jahr (2019). Diese wird v.a. in den drei Großkraftwerken Jänschwalde (3.000 MW), Schwarze Pumpe (1.600 MW) und Boxberg (2.564 MW) verfeuert. Sie sind für jährliche CO2-Emissionen von etwa 54 Millionen Tonnen (2017) verantwortlich.

Aktuell wird noch in vier Tagebauen Kohle gefördert: Tagebau Jänschwalde und Welzow-Süd (Brandenburg) sowie Tagebaue Nochten und Reichwalde (Sachsen).

Insgesamt wurden in der Lausitz bislang mehr als 87.000 Hektar Land devastiert. Die derzeitige Betriebsfläche liegt bei 32.000 Hektar. Seit 1945 haben in der Lausitz 25.000 Menschen ihre Heimat verloren.

Die LEAG gab im März 2017 bekannt, auf die ursprünglich geplanten Tagebaue Jänschwalde-Nord, Bagenz-Ost und Spremberg-Ost verzichten zu wollen.

Bis 2020 wurden in der Lausitz noch zwei Tagebauerweiterungen vorbereitet:

Mit der Umsetzung des Kohleverstromungsbeendigungsgesetzes (KVBG)  musste das Unternehmen seine Revierplanung erneut anpassen.

In Brandenburg wird der Tagebau Welzow-Süd anders als zunächst vorgesehen nicht in den räumlichen Teilabschnitt II fortgeführt. Mit der Nichtinanspruchnahme des Teilabschnitts II werden mehr als 200 Millionen Tonnen Braunkohle eingespart. Damit bleiben auch Proschim und andere Teile der Stadt Welzow erhalten, denen die Abbagerung drohte.

In Sachsen muss der Umfang des Tagebaus Reichwalde im Vergleich zu den bisherigen Planungen reduziert werden. An der  Inanspruchnahme des Teilfeldes Mühlrose im Tagebau Nochten hält die LEAG indessen fest. Das Dorf Mühlrose soll damit das letzte Dorf Deutschlands bleiben, dass für die Braunkohlengewinnung vernichtet wird.

Mehr Infos: https://www.bund-sachsen.de/themen/mensch-umwelt/braunkohle/lausitzer-revier/    www.lausitzer-braunkohle.de;

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