Lausitz

Lausitzer revier

Im Lausitzer Revier, dem zweitgrößten deutschen Braunkohlengebiet zwischen Brandenburg und Sachsen, fördert Vattenfall rund 62 Mio. t Braunkohle im Jahr. Diese wird v.a. in den drei Großkraftwerken Jänschwalde (3.000 MW), Schwarze Pumpe (1.600 MW) und Boxberg (2.564 MW) verfeuert. Sie sind für jährliche CO2-Emissionen von etwa 46,6 Millionen Tonnen verantwortlich. Zwei Kraftwerksblöcke am Standort Jänschwalde werden 2018 und 2019 in die „Sicherheitsbereitschaft“ überführt und außer Betrieb genommen.

Aktuell wird noch in vier Tagebauen Kohle gefördert: Tagebau Jänschwalde und Welzow-Süd (Brandenburg) sowie Tagebaue Nochten und Reichwalde (Sachsen).

Insgesamt wurden in der Lausitz bislang mehr als 87.000 Hektar Land devastiert. Die derzeitige Betriebsfläche liegt bei 32.000 Hektar. Seit 1945 haben in der Lausitz 25.000 Menschen ihre Heimat verloren.

Aktuell werden in der Lausitz noch zwei Tagebauerweiterungen vorbereitet:

  • Welzow-Süd, Teilfeld II: 810 Einwohner (Proschim, Welzow), ca. 205 Mio. t Kohle. Der Braunkohlenplan für Welzow-Süd II wurde 2014 beschlossen. Ende März 2017 hat die LEAG bekannt gegeben, eine Investitionsentscheidung darüber erst 2020 treffen zu wollen.
  • Tagebau Nochten, Abbaugebiet II: 1.700 Einwohner (Rohne, Mulkwitz, Mühlrose, Teile v. Schleife), 300 Mio. t Kohle. Die Erweiterungsfläche besteht aus den Teilfeldern Mühlrose und Brückenfeld. Auf letzteres will die LEAG jetzt verzichten.

Die LEAG gab im März 2017 bekannt, auf die ursprünglich geplanten Tagebaue Jänschwalde-Nord, Bagenz-Ost und Spremberg-Ost verzichten zu wollen.

Ende März 2017 waren im Lausitzer Braunkohlenrevier einschließlich der Kraftwerksbeschäftigten der Braunkohlenunternehmen noch 8.173 Menschen beschäftigt.

Mehr Infos: www.lausitzer-braunkohle.de

Aktuelle Aktionen und Termine:

1.000 Osterglocken für Pödelwitz. Foto: BUND Sachsen

Pödelwitz bleibt!

Circa 100 Menschen versammelten sich am Sonntag in Pödelwitz um gegen die geplante Abbaggerung des Dorfes zu demonstrieren. Dabei wurden 1.000 Osterglocken in der Form eines orangenen Kreuzes im Rahmen …

Dorffest für die Erhaltung von Atterwasch am 31. Oktober

Unter dem Motto „Reformation jetzt“ feiert das vom Braunkohle-Tagebau bedrohte Atterwasch (Landkreis Spree-Neiße) am Reformationstag, 31. Oktober 2016, wieder sein Dorffest. Das einladende Bündnis für Heimat und Zukunft in Brandenburg …

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10 Jahre „Zukunft statt Braunkohle“

Forum „Wie geht’s weiter ohne Braunkohle?“ Mit der Verabschiedung des „Erkelenzer Appells“ endete am Samstag die Festveranstaltung zum 10-jährigen Jubiläum des Aktionsbündnis „Zukunft statt Braunkohle“ in Erkelenz. Darin fordern über …

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„Erkelenzer Appell“: Bündnis fordert Braunkohleausstieg

Deutschlandweites Bündnis fordert unverzügliche Entscheidung zum Kohleausstieg und „Zukunftspakt” für einen gerechten Strukturwandel Düsseldorf/Cottbus/Berlin, 25.09.2016: Verbände und Betroffene aus allen Braunkohle-Regionen appellieren an die Bundesregierung, den Abschied von der Kohleverstromung …

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Eine „Gubener Warraschke“ für Kuckum

So lasst uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen… Zum Abschluss des 10-jährigen Jubiläums des Aktionsbündnisses „Zukunft statt Braunkohle“ wurde noch einmal in die Hände gespuckt und der Spaten ausgepackt. Zusammen mit …

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Forum: Wie geht’s weiter ohne Braunkohle?

Klimaschutz | Energiewende | Strukturwandel | Heimat Forum zum 10-jährigen Bestehen des Aktionsbündnisses „Zukunft statt Braunkohle“ 24. September 2016, Stadthalle Erkelenz (bei Düsseldorf, Rheinland) Die gesellschaftliche Debatte um die Zukunft …

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Keine Zukunft mit der Kohle

Friedliche Demo gegen Braunkohle – 1.500 Menschen haben in Welzow am 14. Mai  friedlich gegen die Braunkohle demonstriert. Die angemeldete Versammlung wurde getragen von einem breiten Aktionsbündnis von Umweltverbänden und anderen …

Save the date: 10 Jahre „Zukunft statt Braunkohle“

Im September 2016 wird es 10 Jahre her sein, dass etliche aktive Anti-Braunkohle-Gruppen in Ost und West das Aktionsbündnis Zukunft statt Braunkohle gegründet haben. Am 24. September 2016, ab 14 Uhr, werden wir …