Regionen

In Deutschland gibt es derzeit noch drei große Braunkohlen-Reviere: das Rheinische Braunkohlenrevier, das Mitteldeutsche Braunkohlenrevier und das Lausitzer Revier. Dazu werden noch geringe Mengen Braunkohle im Helmstedter Braunkohlenrevier gewonnen.

kohleatlas2015_grafik_14

Die geologischen Braunkohlen-Vorräte in Deutschland umfassen etwa 77 Milliarden Tonnen. 40 Mrd. t gelten als wirtschaftlich gewinnbar. Der Kohlevorrat in den genehmigten Tagebauen beträgt 5 Mrd. t.

Im Rheinland wird mit 93,6 Mio. t die meiste Braunkohle gefördert, gefolgt von der Lausitz (61,8 Mio. t), dem Mitteldeutschen Revier (20,9 Mio. t) und dem Helmstedter Revier (1,8 Mio. t). Insgesamt liegt die Fördermenge (2014) damit bei etwa 178 Millionen Tonnen Braunkohle.  90 % der Braunkohle werden unmittelbar zur Stromerzeugung eingesetzt. Die deutschen Braunkohlenkraftwerke verfügen über eine installierte Brutto-Leistung von 22.627 Megawatt (Stand 1.1.2015); in 2014 erzeugten sie 155,8 Terawattstunden Strom. Der Anteil der Braunkohle an der bundesdeutschen Stromerzeugung liegt damit bei etwa 25 Prozent. Wegen ihrer großen Klimaschädlichkeit ist die Braunkohle allerdings für mehr als die Hälfte der CO2-Emissionen der Stromerzeugung verantwortlich (2012: 167 von 317 Mio. t CO2).

Auf bislang mehr als 175.000 Hektar Fläche haben sich die Braunkohlenbagger in den Untergrund gewühlt. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts wurden in Deutschland insgesamt etwa 370 Ortschaften durch die Tagebaue zerstört und mehr als 120.000 Menschen umgesiedelt. Die Folgen dieses Raubbaus für Natur, Landschaft und Gewässer sind brutal. mehr